März 200430.3. 2004 Die Projektwelt Das Bild der Anderen hat in diesem Schuljahr schon 145 Partnerschaften zustande gebracht, mit Tausenden von SchülerInnen. Ich zitiere Andreas Kotz aus Krakau, Polen: "Was das "Bild" angeht, halte ich es für den "Klassiker" unter den E-Mail-Projekten. So weit ich sehe, ist es die einzige Initiative, für die es ein Finanzierungskonzept, explizite Lehrerhandreichungen sowie ein internationales Koordinatorennetzwerk gibt: hervorragend durchdacht und organisiert!" - Mein Glückwunsch, Annie :-)!
29.3. 2004 Ich habe mir Gedanken über Workshops bei der 19. ESP-Konferenz gemacht. Möglicherweise könnten wir Workshops sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch veranstalten. Dagmar Schäffer aus Athen, die Koordinatorin von DaF Südost, dem neuen Comenius 3 -Netzwerk, teilte in ihrer Mail an mich mit, dass sie auch an der 19. ESP-Konferenz für einen DaF-Workshop interessieren. Am 17.2. 2004 hatte ich ja schon das Palmenia-Zentrum der Universität Helsinki, zusammen mit Knuth Noke aus dem Goethe-Institut Helsinki besucht, um einen möglichen Comenius 2.1. -Kurs vorzubereiten. Wenn CIMO, unser nationales Sokrates -Bureau mitbehilflich sein möchte, könnten wir diese Idee ohne Weiteres verwirklichen.
28.3. 2004 Die 19. Konferenz des Europäischen Schulprojekts in Prag kam zu Ende. Lone Kaplan aus Dänemark, eine Expertin in Angelegenheiten der EU-Projekte, machte mich mit einigen Einzelheiten eines Comenius 1 -Kontaktseminars vertraut, und empfahl uns zugleich auch, Unterstützung für einen Comenius 2.1. -Kurs im Zusammenhang der 19. ESP-Konferenz in Järvenpää Finnland zu beantragen.
27.3. 2004 Ein sehr gro?es Interesse für Partnerprojekte an der 18. Konferenz des Europäischen Schulprojekts ESP. Praktisch alle Fächer waren vertreten. Im Organisationskommittee sprachen wir über die Organiserung des Comenius 1- Kontaktseminars vom 9-13. März 2005 in Järvenpää Finnland.Die beiden Comenius 3 -Netzwerke, Comp@ct und ECOLE, werden es unterstützen. Die erste Teilnehmerin meldete sich schon heute: eine Deutschlehrerin aus den Niederlanden wollte sicher sein, dass sie die Konferenz in keinem Fall versäumen würde ;-). Elinor, die Hauptredakteurin des E-Journals 18, hatte einen kleinen Workshop mit DeutschlehrerInnen, die sich für den Gebrauch des Internet-Tools interessierten. Ich gab eine Präsentation in der Sektion der Sprachen. Voller Raum, toll :-)!
26.3. 2004 Der zweite Tag der 18. Konferenz des Europäischen Schulprojekts in Prag. Am Nachmittag habe ich Präsentationen über Dafnord und LIP-Training in der Sprachsektion. Lone Hagen, Annica Magnusson, Elinor sind unter Teilnehmern der Konferenz. Hoffentlich gelingt es uns, neue Impulse für die Schülerbegegnungen im Internet zu geben.
23.3. 2004 Im Miniseminar in Turku wurde es deutlich, dass man mit der heutigen Ausbildung der Referendare im DaF-Bereich im gro?en und ganzen zufrieden ist. Die Referendare haben schon viele Möglichkeiten, Computer in der Ausbildung zu benutzen, sagte die Vertreterin der staatlichen Normalschule, wo die Referendarausbildung der LehrerstudentInnen gegeben wird. Viele von Referendaren benutzen schon Computer. Niemand darf man dazu zwingen. Ihre Ausbildung ist heute schon so voll gepackt, dass es keinen Raum für neue Tätigkeiten gibt (lies: für die Didaktik der neuen Medien). Diese Arbeitsmethoden soll man den neuen LehrerInnen erst in der Lehrerfortbildung und nicht in der Referendarausbildung beibringen. - Kein Kommentar!
22.3. 2004 Fahrt nach Turku, wo Dafnord ein kleines Seminar am Nachmittag für die deutschen Instiute der Universitäten und der Fachhochschule hat. Leider meldete Kim Haataja früh am Morgen, dass er wegen Krankheit an dem Seminar nicht teilnehmen kann. Sehr schade :-(. Glücklicherweise hat man die Chance, ihn im Dafnord-Workshop am 21.4. in Hämeenlinna zu hören :-).
20.3. 2004 Besuch in Lahti, wo Katriina, die jüngste Schwester meiner Frau, den Abschluss ihrer Ausbildung als Gesundheitspflegerin feierte. Ein Beruf mit Zukunftsperspektive :-)! In 10-15 Jahren wird sich der Prozentsatz der Rentner aus unserer Bevölkerung verdoppeln. Heute ist die sogenannte Versorgungsproportion in Finnland eine der besten in Europa. In Zukunft wird sie neben Italien die schlechteste sein. Wir haben also mehr Bevölkerung au?erhalb des Arbeitslebens als fast nirgendwo sonst :-(.
19.3. 2004 Ein Tag voll von Leid. In der Nacht starben 23 Kinder und Jugendliche im Verkehrsunglück in Konginkangas, Mittelfinnland. Ihr Bus hatte Ruka, die bekannte Skipiste, als Ziel, als der Anhänger eines Lastwagens auf der glatten Stra?e wackelig wurde und vor den Bus kam. Im kräftigen Zusammensto? gingen schwere Papierrollen los, und stürzten durch die Wände der Verkehrzseuge in den Bus hinein. Die Opfer starben unmittelbar. Von den 15 jungen Leuten, die nicht umkamen, hatten neun schwere Verletzungen. Das war der schlimmste Unfall jemals auf unseren Stra?en, und eine gro?e Trauer für alle. Wenn man Direktiven in der EU schreibt, versteht man wirklich nicht, wie die Verhältnisse im nördlichsten Land von Europa eigentlich sind. Früher waren die längsten Kombinationen der Lastwagen mit Anhänger in Finnland verboten. - Wie man wei?, kennt die Geldbegierde keine Grenzen.
Ich verbrachte den ganzen Tag in der Schule. Am Vormittag setzte ich 10 alte Rechner für Stundenden instande. Marja Mikkola, Jaana Kirjavainen, Virpi Laakkonen, Jukka Holmala und Katri Mikkilä hatten Post an Dafnord geschickt. Am Nachmittag ein paar Stunden als Stellvertretender von Anne-Mari Karppinen. Wir helfen uns einander gegenseitig, um unsere Fortbildung zu besorgen. Unsere Gemeinde, die unsere Schule aufrechterhält, hat nur ganz wenig Geld für Lehrerfortbildung anweisen können :-(. Wir haben zwei Möglichkeiten: entweder lassen wir die Chancen der Fortbildung entgehen oder benutzen die Möglichkeiten auf eigene Kosten.
17.3. 2004 Früh am Morgen hatte ich Briefwechsel mit Prof. Annikki Koskensalo der Universität Turku. Wir bereiteten unsere Gespräche am Montag den 22. März vor. - Später machte ich einen Langlauf auf Skiern wieder. Die Sonne schien und die Luft zeigte schon Plus-Grade, aber der Schnee war noch kalt genug :-).
16.3. 2004 Beim Friseur am Morgen. Meine Glatze wächst :-(. Ein Kopf hat nicht genug Platz fürs Haar und für Intelligenz gleichzeitig, hei?t der Spruch ;-). - Am Nachmittag besuchte ich die neue gymnasiale Oberstufe der Stadt Järvenpää. 40 km nördlich von Helsinki. Järvenpää hat Ruhm als Heimatstadt von Jean Sibelius. Wir vereinbarten mit Arto Martikainen, dass er in Järvenpää aktiv sei, damit der erste Teil der 19. Konferenz des Europäischen Schulprojekts vom 10-11.3. 2005 in Järvenpää veranstaltet wird. Ein zweiter Teil der Konferenz vom 11-13.3. 2005 wird eine Kreuzung mit Silja Serenade oder Silja Symphonie nach Stockholm hin und zurück sein. Serenade oder Symphonie passt gut mit dem Stichwort Sibelius zusammen ;-).
14.3. 2004 Inzwischen ein Tag ohne Sonne. Der Schnee fürs Langlaufen war aber prima. Es macht wirklich Spa?, eine Strecke auf Skiern bei diesem Wetter etwa zweimal schneller gleiten als im Mittwinter. Ich wundere mich nur, wo all dieser Schnee später im Frühling eigentlich Platz hat ;-). Hoffentlich in unserem Keller nicht :-(.
13. 3. 2004 Besuch in Lahti. Meine Schwiegereltern, Viljo und Sirkka, hatten sich die staatliche Beerdigung des Generals Adolf Ehrnrooth im Fernsehen angesehen. Ehrnroot starb im Alter von 99 Jahren. "Ende November 1939, als der Winterkrieg anfing, war Ehrnrooth ein junger Rittmeister" erzählte Viljo, mein Schwiegervater." Damals leitete Ehrnrooth die sogenannte U-Gruppe in Uusikirkko, deren Stab damals unser Haus und auch das Haus von Sirkkas Eltern, als Befehlsstellen hatten. Die Häuser lagen fast nebenan." Nach vielen, vielen Jahren hatte Viljo den General einmal gefragt, ob er sich noch an die Befehlsstelle in Uusikirkko erinnerte. "Ja klar", soll Ehrnrooth geantwortet haben.
12.3. 2004 Nach Meinungsumfragen ist Lehrer der beliebteste Beruf unter den Schülern der Sekundarstufe 2. In den 80er und 90er Jahren war es umgekehrt, Lehrer war überhaupt kein Lieblingsberuf. Warum haben sich die Meinungen der jüngsten Generation so drastisch verändert? Vielleicht deswegen, sagte ein Kollege, dass keine Lehrer gekündigt und keine Schulen nach China gebracht werden. Unterricht ist eine Zuwachsbranche, wegen der Forderungen der Individualisierung und des lebenslangen Lernens.
11.3. 2004 Als Referent in Turku, wo CETKA, das finnische Netzwerk der Russischlehrer Fortbildung macht. Mein Auftrag ist, den Russischkollegen über die Aktivitäten von Dafnord zu erzählen. Meine These heute: Kochen lernt man nicht beim Fernsehen oder aus Kochbüchern, sondern am Elektroherd in der Küche ;-)! Au?er der finnischen KollegInnen beteiligten sich an der Fortbildung von CETKA einige LehrerInnen aus dem Herzen-Institut St. Petersburg, geleitet von
Olga Milovidova .
8-9.3. 2004 LIP 3 -Kurs für Sprachlehrer in Tampere. Alle Teilnehmer engagierten sich in Partnerprojekten. Wir sprachen über Probleme, die in den Schulen entstehen, wo Lernumwelten eingeführt werden, ohne dass Lehrer sich davor mit computermedialem Unterricht beschäftigt haben. Man eignet sich den Gebrauch der fertiggemachten digitalen Materialien an, und nicht, was wichtiger wäre, die Benutzung der Projektmethode.
5.3. 2004 Alfija Nassyrowa und Darya Kotkovets aus Russland interessierten sich für Zusammenarbeit mit KollegInnen in Finnland und in Dafnord. Ich versuchte, ihre Wünsche so gut wie möglich zu erfüllen. Es freut mich besonders, mit russischen Kollegen in Kontakt zu sein, weil ich mich gerade mit meinem Russischlernen beschäftige. - Es ist kein Problem, in E-Journalen auf Russisch zu arbeiten. Man setzt nur Russisch als Sprache im E-Journal ein und setzt die Sprache der Windows XP in Russisch um. Dann muss man sich nur erinnern, wo die richtigen Keys im russischen Keyboard sind. ето хорошо!
4.3. 2004 Um Mittag beim Zahnarzt. Dann traf ich Timo Tervo, der IKT-Anwendungen der Stadt Vantaa, meiner Heimatstadt, plant. Timo wäre persönlich sehr interessiert, die 19. Konferenz des Europäischen Schulprojekts den 10-13.3. 2005 in Vantaa zu veranstalten. Vantaa, die auch meine Heimatstadt ist, hat aber nicht besonders positiv auf unseren Vorschlag reagiert. Zum Glück gibt es mehr Interesse in der kleinen Stadt Järvenpää, etwa 30 Minuten nördlich von Helsinki. Jean Sibelius lebte in Järvenpää.
2.3.2004 Niko, unser ältestes Kind, hatte seinen 34. Geburtstag. Von den Eltern bekam er eine Tasche mit Werkzeugen zum Geschenk. Er und seine Frau Johanna haben die Idee, ein Einfamilienhaus zu bauen. Das haben wir in 1983 gemacht, also Niko noch ein Junge war. Haus und Kartoffelland, an dem Seeufer mitten in der Innenstadt, das ist "the real Finnish Dream" ;-).
1.3. 2004 Trotzdem dass ich Altersteilzeit habe, wegen meines hohen Alters 58 Jahre ;-), und eine frei Unterrichtsperiode im Februar und März habe, hatte ich ?berwachung der Studenten, die ihre Tests wiederholen mussten. Es gibt mehr und mehr Tests in den Schulen, also auch mehr Beaufsichtigung, unproduktive Arbeit, für Lehrer. Evaluation ist nach meiner Meinung total veraltet, und leitet Schüler und Studenten zu falscher Praxis und zu falschen Einstellungen, in der Hinsicht der Wirklichkeit des Arbeitslebens. Vielleicht haben die Universitätsleute wenig Ahnung davon, wie die Sachen heute im Arbeitsleben aussehen. Deswegen müssen wir unsere unproduktive Wachmeisterarbeit noch im 21. Jahrhundert ausüben :-(. Das hat aber keinen Zweck! Man könnte die Zeit mit Studenten auch besser benutzen.
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